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Die Wochen bei Mama • Vorgeschichte

7.3.2013

Ausgerechnet Elvis

Ein Goldie namens Elvis, ein Hund mit Namen Elvis? Wie kann man einen bildschönen, goldgelockten Golden Retriever wie mich nur so taufen? Elvis! Beim Klang dieses Namens zuckt mein Körper und ich muss mich schütteln. Ich kann auf eine ellenlange Ahnentafel und eine edle Herkunft zurückgreifen, da wäre doch der Prinz aus Zamunda, King Louis oder der Herrscher von Sweet Amber das Mindeste! Aber nein, es muss ja dieser Sänger aus Mampffriss sein. 

Obwohl, der Ort muss ja das reinste Schlaraffenland sein, mampf und friss, das scheint mir fast wie ein Feinschmecker- Eldorado. Da muss ich unbedingt mal hin und mir die Wampe mit Delikatessen vollschlagen. Diese Schmalzlocke, dieser Elvis, der hat selbst wohl schon ordentlich zugeschlagen, wenn ich mir sein Bäuchlein betrachte. Mit seiner samtweichen Stimme begeisterte er die Mädels. In dieser Hinsicht muss ich mich gar nicht erst anstrengen. Ein bisschen mit dem Hintern wackeln, die Hüften schwingen und meinen berühmt-berüchtigten Schlafzimmerblick aufsetzen, dann sind sie hin, die Weiber. Sie wuscheln in meinem samtweichen Fell und finden mich ja soooo süß.

 

8.3.2013 bis Ende April 2013

Wie alles begann

An die ersten Wochen meines Lebens erinnere ich mich kaum, so viel ist passiert und so schnell ist die Zeit vergangen.

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Am 7.3.2013 erblicke ich das Licht der Welt. Mein Wunsch ist das nicht, nein, ganz und gar nicht. In Mamas Bauch ist es gemütlich und warm, wir Lütten kuscheln uns eng aneinander und brauchen uns um ausreichende Nahrung keine Sorgen zu machen. Meinen Geschwistern habe ich es zu verdanken, dass ich diesen Wohlfühl-Ort viel zu früh verlassen muss. Sie drängeln und quetschten rücksichtslos zum Ausgang. Was blieb mir anderes übrig, als mich ihnen anzuschließen. Genau um 3:07 Uhr lande ich gezielt auf flauschigen Kissen. Wen wundert`s da, dass ich mich zum Nachtschwärmer entwickele. Dabei ist mein Namensgeber Elvis mein Vorbild, und wer weiß, vielleicht haben wir doch mehr Gemeinsamkeiten, als auf den ersten Blick auffällt. Mein neues Umfeld ist kalt und ungemütlich, ich bin nass und friere erbärmlich. Die nackte Angst packt mich, ich zitterte wie Espenlaub. Wie sehr sehne ich mich nach Mamas Bauch, einem Ort der Wärme und Geborgenheit. Gerade will ich flüchten, als eine große Zunge mein Fell trocken leckt und mich sanft massiert. Genussvoll rekele ich mich, verliere meine Ängste und entspanne mich, genieße die Liebkosungen. Das kann nur meine Mutter Arielle sein. Sie riecht so gut nach Milch, dass ich Lust auf ein paar Schlückchen bekomme. Schließlich wiege ich nur 430 Gramm und will noch hoch hinaus.

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