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Ein Hundeleben

Sonnabend, 10.12.2016

Mein Lieblingsplätzchen für die Nachtruhe ist neben Inas Bett. Für mein Leben gern kuschele ich mich in meine Decke und warte still darauf, dass Ina ihre Nachttischlampe löscht und sich über den Bettrand beugt. Mit zärtlichen Fingern streicht sie über meinen Kopf, drückt mir einen Schmatzer aufs Gesicht  und krault meinen Bauch.

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La bomba d`italia

Sonnabend, 31.12.2016

Wow, so habe ich mir den Urlaub in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Das kann doch nicht wahr sein!  Ina eine öffnet eine Pforte und vor mir liegt das Paradies: das Mittelmeer. Ich bin berauscht von den Gerüchen, meine Pfoten versinken im feinen Strandsand, als ich ans Ufer presche, mich in die Wogen werfe und über die Wellen hinweg hüpfe. Für mich bedeutet das Glück, pures Glück. Ich fische Treibgut aus dem Wasser, schleppe es an Land, nage daran und verbuddele es: ein Vorrat für schlechtere Zeiten

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Trümmerhaufen

Freitag, 30.12.2016

Für mich gibt es  zwei Möglichkeiten. Meistens wählen Ina und Micky die erste Variante: sie verurteilen mich zu einem Arrest in diesem Gefängnis auf vier Rädern, das sich Wohnmobil nennt, während sie sich ohne mich aus dem Staub machen. Ich muss Stunden über Stunden bei Wasser und Brot mein Dasein in einer Zelle fristen, die so eng ist, dass ich mich kaum um mich selbst drehen kann. Was für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dabei bin ich ein reines Unschuldslamm. Welches Verbrechens klagt man mich an?

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Kontroletti

Dienstag, 2.Weihnachtstag, 26.12.2016

Pompeji gefällt mir nicht, nein, ganz und gar nicht. Wir spazieren durch die quirrlige Altstadt, der Verkehr tost um mich herum, Autofahrer hupen, Räder quietschen, über die Gehsteige strömen Menschen in Festtagskleidung, schubsen mich rigoros zur Seite, um sich ihre Wege zu bahnen und beachten einen stattlichen Goldie wie mich überhaupt nicht. Das ist ja mal was ganz Neues. Mir schenkt niemand Beachtung! Noch nicht mal ein klitzekleines „que bello“ schmeichelt meinem Schlappohr. Im Gegenteil, wie ein lästiges Insekt werde ich verscheucht. Ich versuche, dem Chaos zu entkommen, zerre wild an der Leine, doch Micky nimmt mich fest unter seine Kandarre.

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Que bello

Heiligabend, Sonnabend, 24.12.2016

Ina räkelt sich auf ihrer Liege direkt neben unserem Camper. Die Nase in einen Urlaubsschmöker gesteckt, genießt sie die sanften Strahlen der Wintersonne. Ich strecke alle Viere in die Höhe und wälze mich wohlig im Gras. Nach endlosen Fahrten mit dem Wohnmobil freue ich mich, endlich mal wieder weiche Erde unter meinen Pfoten zu fühlen. Als ich aufschaue, sehe ich, wie mein Herrchen von Katzen umzingelt ist. Er beugt sich nieder und streicht über ihre Rücken. So geht das nicht. Verräter! Unglaublich, er verbündet sich mit meinen Feinden! Wagen diese hinterlistigen Viecher es doch, in mein Revier einzudringen. Denen werde ich zeigen, wer hier das Sagen hat! Das wäre doch gelacht, von diesen Kuschelmonstern lasse ich mich nicht einschüchtern. Ich doch nicht!

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Katzen zum Nachtisch

Katzenfraß

Montag, 19.12.2016

Die Strecke kenne ich doch! Ich vergesse nie, wo ich einmal gewesen bin. Dafür sorgt mein hündischer Spürsinn! Die Alpen habe ich bereits überquert, habe mich durchschütteln lassen, bin im Auto hin- und hergerutscht, mir war hundeelend zumute. Damals war ich noch ein unerfahrener Welpe, jetzt bin ich alpenerfahrener Profi auf vier Pfoten. Für mich ist kein Berg zu hoch, kein Tal zu flach, um in meinem Traumland zu gelangen. Ich liebe Italien, dort habe ich den ersten und auch den schönsten Urlaub meines Lebens verbracht.

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