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Immer Ärger mit Gizmo

Sonnabend, 19.3.2016

Party on. E-Wurf meets G-Wurf. Wir vom E-Wurf feiern nun schon unseren dritten Geburtstag und haben unsere Nichten und Neffen vom G-Wurf zu unserer Geburtstagsparty eingeladen. Die kleinen Racker werden heute ein Jahr alt, sind zu kräftigen Burschen und wahren Schönheiten herangewachsen. Die Mädels machen mir schöne Augen, ich stehe jedoch mehr auf die älteren Weibchen. Finja schlawenzelt um mich herum, Emmi himmelt mich an und Enja wirft sich mir förmlich an den Hals.

Ich kann ihrem wilden Charme nicht widerstehen und werfe mich ihr entgegen. Wie immer, wenn wir uns wiedersehen, verfallen wir in einen erotischen Tanz, tänzeln engumschlungen umeinander, beißen uns neckisch in den Hals und können einfach nicht voneinander lassen. Mein Bruder Eden drängelt sich dazwischen, will mitmachen. Ich wehre ihn ab, denn das ist meine Enja, meine Spielgefährtin, die teile ich mit keinem. Ich bin hier der Alpharüde, der Älteste und einzige Zuchtrüde aus dem Sweet-Amber-Stall.

...

Die Zur-Schaustellung meiner Kraft beeindruckt die Jungspunde aus dem G-Wurf nicht im Mindesten. Sie spielen aufgeregt miteinander und schenken meiner Machtdemonstation keine Beachtung. Hoch erhobenen Hauptes stolziere ich zwischen ihnen hindurch, lasse meine kräftigen Muskeln spielen und zeige jedem, der es wissen will oder auch nicht, meine dicken Eier und dass man sich besser nicht mit mir ablegt. Mein kleiner Neffe Gismo scheint dessen unbeeindruckt, rempelt mich demonstrativ von der Seite an. Ich fletsche die Zähne, dem Grünschnabel werde ich schon noch Respekt vor dem Alter beibringen! Doch anstatt sich mir zu unterwerfen, baut er sich drohend vor mir auf. Das schreit förmlich nach einer Maßregelung. Ich zwicke ihn in seinen Nacken und demonstriere ihm, wer hier das Sagen hat, nämlich sein Onkel Elvis, da gibt es keine zwei Meinungen. Jetzt mischen sich auch noch unsere Halter ein, dabei haben wir den Streit bereits ohne ihr Eingreifen beendet. Gizmo trollt sich und spielt Ball mit seinem Frauchen. Ich habe es nicht so gut. Ungerechterweise bewundert Ina meine Manneskraft in keinster Weise, im Gegenteil, sie schickt mich gnadenlos zu Boden und schimpft wie ein Rohrspatz:" Elvis, du Rüpel, lass den Kleinen in Ruhe, der hat dir nichts getan!" Hat die denn keine Augen im Kopf? Der hat mich doch herausgefordert. Ich grummele, darf aber erst wieder aufstehen, als ich mich wieder beruhigt habe.

Wir versammeln uns zum Gruppenfoto unter einem Baum. Ich kenne das schon, wenn Ina mich fotografiert, muss ich auch immer still sitzen und darf mich nicht bewegen. Ich hocke mich also ruhig neben mein Frauchen, während die Junghunde aufgeregt hin- und herlaufen und es ewig dauert, bis alle ihren Platz einnehmen und die Bilder im Kasten sind.

Nach der Session tobe ich mit meinem Frauchen, springe nach den Stöckchen, die sie über mich hält. Mein frecher Neffe Gizmo schleicht sich hinterrücks an mich heran und macht mir meinen Stock streitig. Der schon wieder! Der nervt! Ein für allemal vertreibe ich ihn, gefolgt von Ina, die atemlos an meinen Fersen klebt. Ich stürze mich auf den Kläffer und bin sofort in einen wilden Kampf verwickelt. Anna-Maria fällt mir in den Rücken, zerrt uns auseinander und unterwirft mich. Ich fühle mich hundeelend, habe vor all den anderen Hunden mein Gesicht verloren. Ina legt mir die Leine um und ich ziehe bedrückt vondannen. Eden, Enja und Lotta schließen sich mir an, zeigen Solidarität spenden mir Trost. Der Abschied fällt uns allen schwer. Wir wollen uns so bald wie möglich am Strand wiederzusehen.

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