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Eine heiße Spur

Montag, 5.1.2015 

Das schöne Lotterleben ist vorbei, vorbei die Langschläferzeit, vorbei die Zeit, in der ich im Mittelpunkt gestanden habe. Noch nie haben Herrchen und Frauchen so viel mit mir gespielt, mich verwöhnt. Ich habe es aus vollem Herzen genossen, von morgens bis abends bei meinem Rudel zu sein. Jetzt ist der Urlaub vorbei, Micky sitzt an seinem Computer und beachtet mich kaum - schnief. Und bei Ina ist es noch schlimmer, sie lässt mich den ganzen Tag allein, nur um zur Arbeit zu fahren. Was soll das eigentlich mit der Arbeit? Wozu soll das gut sein? Ich mache da doch lieber ein Nickerchen.

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Liebe auf den ersten Blick

Sonntag, 11.1.2015 

Fasziniert bleibe ich stehen, lege mich auf die Erde, um sie in Ruhe beobachten zu können. Leichtfüßig tänzelt sie um das Fahrrad ihres Herrchens herum. Wunderschön sieht sie aus, mit ihrem schneeweißen Pelz, ihren langen Beinen, den schlanken Fesseln, ich kann meine Augen nicht von ihr lassen und schäme mich. Ich schäme mich, ihr mit meinem dreckverkrustetem Fell vor die Augen zu treten. Hätte ich vorher gewußt, daß ich dieser Goldie-Schönheit begegnen würde, hätte ich mich in Schale geworfen und nicht im Schmutz gewälzt.

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Flori und Herminchen

Mittwoch, 21.1.2015 

Endlich wieder Leben in der Bude. Floris Urlaub ist zu Ende und sie hat Hermine mit ins Büro gebracht. Die Kleine ist ordentlich gewachsen, aber solange ich noch auf sie runterspucken kann, habe ich hier das Sagen. Sie bewundert mich, schaut mich mit ihren treudoofen Augen mit dem sexy Silberblick verliebt an. Ich fühle mich geschmeichelt, sie folgt mir auf Schritt und Tritt, dabei wippt ihr Schwanz mit dem weißen Puschel am Ende fröhlich auf und ab.

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Schnee

Sonnabend, 24.1.2015 

Fasziniert schaue ich in den Himmel. Zarte Schneeflocken tanzen durch die Luft, spielen im Wind, werden in die Höhe getrieben, um dann sanft zu Boden zu gleiten. Endlich Winter, endlich Schnee! Juhu, mein Herz jubelt. Schon bald hüllt eine dünne Schneedecke unseren Balkon in samtiges Weiß. Ich kann es kaum erwarten, ins Freie zu gelangen, nur die Balkontür hindert mich daran. Ich drehe meinen Kopf und werfe einen flehenden Blick Richtung Couch. Dort haben es sich meine Zweibeiner gemütlich gemacht und frühstücken. Sie lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und verzehren genüßlich Brötchen und Ei.

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Nur ein kleiner Flirt

Dienstag, 3.2.2015 

Hopp und schon sitze ich auf dem Behandlungstisch, schlecke meiner Lieblingsärztin übers Gesicht und kuschele mich ganz dicht an sie. Ich hatte schon immer eine besondere Wirkung auf Frauen. Sie lächelt, wuschelt über meinen Kopf und bietet mir ein Leckerchen an. Zärtlich nimmt sie mein Ohr in ihre kräftigen Hände, steckt ein Gerät in die Ohrmuschel und schaut sich mein Ohr auf dem Bildschirm an. „Tja, mein Kleiner, da hast du nochmal Glück gehabt. Die Milben sind noch nicht in deinen Gehörgang eingedrungen. Da hilft eine kleine Spülung.“

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Überraschung

Sonnabend, 7.2.2015   

Wann hört das endlich auf? Dieser ohrenbetäubende Lärm geht mir tierisch auf die Nerven. Micky sägt, hämmert und bohrt – und das nur, weil er meine Küche rausreißt. Meine Küche, meinen Gourmettempel, mein Hunderestaurant! Gemeinheit! Wo kann ich denn jetzt die Leckerbissen abstauben, wenn Ina oder Flori kochen?

Ich tue das Beste, um ihn daran zu hindern, die Küchenschränke zu demontieren, verschleppe das Werkzeug, stelle mich in den Weg, lege mich mitten im Flur auf meine Matte.

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